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Raus aus der Komfortzone

Ohne Plan funktioniere ich nicht. Ich plane alles. Schon immer. Seit der Diabetes-Diagnose erstelle ich mir Woche für Woche einen Low-Carb-Ernährungsplan und mache Einkaufslisten. Funktioniert prima, auch wenn der Aufwand groß ist. Der nächste Schritt: ein zweiter Plan für mehr Bewegung. Raus aus der Komfortzone, weniger jammern, einfach durchstarten und zu alter Form zurück finden. 

Einfach durchstarten. Leichter gesagt als getan. Das Diabetes-Monster ist erst vor Kurzem eingezogen und so richtig kann ich die Signale meines Körpers noch nicht einordnen. In den vergangenen Wochen habe ich Sport gemacht, aber nur auf Sparflamme. Mir fehlte schlichtweg die Energie. Ich habe meine Essgewohnheiten verändert und phasenweise wohl zu wenig gegessen. Ich fühlte mich schlapp und war teilweise überfordert. Die neue Situation raubte mir wohl jegliche Energie. Ich war zuvor sehr aktiv, aber die vergangenen Wochen haben mich einfach umgehauen. Es bringt aber nix. Bewegung ist wichtig und Teil meiner Therapie. Deswegen habe ich mich gestern (mal wieder) im Fitnessstudio angemeldet. Juchu.

Das Studio meiner Wahl hat neben einem riesigen Bereich für Ausdauersport auch eine Functional-Training-Area, eine große Auswahl an Kursen (mit Trainern und nicht per Videotraining), einen separaten Bereich für Frauen und eine Sauna! Perfekt für mich. Außerdem liegt das Studio auf dem Weg zur Arbeit. Es gibt keine Ausreden mehr.

Training & Diabetes

Tja, ja. Wie ist das mit dem Training und dem Diabetes? Ich bin sehr motiviert, aber auch ein wenig ängstlich. 2x pro Woche zum Training? Zu wenig! 3x pro Woche? Ach, 4x sollte schon drin sein, oder? Ich will ja schließlich meinen Körper verändern. Ihr seht schon, übertreiben kann ich ganz gut. Aber wie ist das jetzt? Feiern die Werte eine wilde Party sobald ich von meinem gewohnten Training (nur joggen) abweiche und die Intensität erhöhe? Kann ich, so wie vor der Diagnose und Ernährungsumstellung, 2 Stunden am Stück meine Leistung bringen? Und sind 4x trainieren pro Woche vielleicht doch zu viel? Fragen über Fragen. Fragen, auf die ich noch keine Antworten habe.

Bei körperlicher Aktivität verbrauchen die Muskeln viel Energie. Das kann zur Folge haben, dass der Blutzuckerspiegel stark sinkt und Unterzuckerungen auftreten. Es gibt aber auch Diabetiker, bei denen der Blutzuckerspiegel steigt. Ich werde in den nächsten Wochen herausfinden, wie mein Körper mit dem intensiveren Training umgeht. Ich habe viel gelesen und mich darüber informiert, wie ich das Training am besten angehe. Da aber jeder Körper anders auf unterschiedlichste Belastung reagiert und jeder Diabetes auch anders ist, muss ich es einfach ausprobieren. Zur Sicherheit werde ich ab jetzt neben dem Messgerät auch Traubenzucker und eine Banane griffbereit haben. Ansonsten werde ich mich nicht zu sehr stressen lassen von meinem kleinen Monster. Mein Ziel ist klar definiert: ich möchte ein neues Level erreichen und das werde ich auch mit dem Mody-Monster auf meiner Schulter schaffen.

In den nächsten Monaten werde berichten, wie es mit mir und dem Fitnessstudio läuft, wie meine Werte sich verhalten und ich werde euch meinen Plan verraten.

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